Bereits nach fast vier Wochen Langeoog gibt es Dinge die ich so faszinierend finde und wobei ich mich immer wieder einmal kneifen muss, dass dies nun zu meinem tagtäglichen Leben gehört. He, ich muss mich nicht mit Fahrzeugen auf die Reise begeben um am Meer zu sein, sondern es liegt einfach jeden Tag vor mir und ich kann es annehmen, spüren und auf mich wirken lassen.

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Es war sofort da, dieses Gefühl, das tief aus dem Inneren kommt, so plötzlich, aber mit so deutlicher Stimme sagte es zu mir, auf Langeoog kannst du ankommen. Zum Glück war ich an diesen Sonntag-morgen alleine unterwegs sonst hätte ich diese Stimme womöglich überhört. Die Insel tut so gut. Jedenfalls mir. Es mag nicht jedermanns Ding sein auf so einer Insel zu sitzen. Es herrscht die Langsamkeit Langeoog, schon die Überfahrt vom Festland nach Langeoog zwingt dich, dich dem Rhythmus der Insel anzupassen, dem Klang der Gezeiten. Da sich die Fähre nach Ebbe und Flut richtet und so ist es ebenfalls mit dem Leben, Ebbe und Flut bestimmt das Inselleben. Und genau das zwingt einen dazu, runter zu kommen, zur Ruhe zu kommen, wieder achtsam zu werden, auf jedes einzelne Detail, das dich umgibt.

Es ist Reichtum und Vielfältigkeit, die Muscheln im feinen Nordseesand, das wehende Dünengras,  oder die Fasane die dich auf deinen Weg durch die Düne begrüssen. Mein Unterhaltungsprogramm während meiner freien Zeit ist im Moment die Natur, der Strand, der Himmel, die Wolken, die Wellen, die Möwen und die Dünen. Mehr als Himmel, Wind und Meer sind vielleicht Dinge die mich so beeindrucken an der Nordsee, hier auf Langeoog.

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Das Watt
Für viele ist es ja eher eine eklige Angelegenheit, aber ich freue mich darauf, wenn die Temperaturen nach oben gehen und ich barfuß durch den Schlick laufe (ich bin nämlich eine kleine Frostbeule). Allein die vielen unterschiedlichen Untergründe über die man dabei läuft, mal weich, mal fest. Eine bessere Reflexzonenmassage gibt es bestimmt nicht. Meine erste Wattwanderung ist bereits geplant, um diesen faszinierender Lebensraum kennen zulernen und alles mit den Kameras fest zuhalten,. Die vielen kleinen wirbellosen Tiere, wie Würmer, Muscheln, Schnecken oder Krebse bilden ja die Nahrungsgrundlage für viele Lebewesen.

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Watt als Südsee Traum 

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Die Natur

Atemberaubende und wild direkt vor meinen Füßen hier auf Langeoog. Die Salzwiesen, Dünen, Strände und dazu gesellen sich unzählige Tiere und Vögel. Seehunde warten hier auf mich, sogar Wale wurden schon gesichtet, Fasane wecken mich mit Ihrem Ruf am Morgen.

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Salzwiesen sind hier auf Langeoog ein wichtiger Teil der Natur 

Dünen Liebe am Morgen auf Langeoog

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Weite und Unendlichkeit auf 14 km Strand 

Das Licht

Die Lichtstimmungen an der Nordsee hier am Strand von Langeoog sind einmalig und immer anders. Wer bereits schon einmal einen Sonnenauf oder -untergang mit seiner Farbpracht hier erleben durfte, weiß wovon ich rede. Ich durfte schon Sonnenaufgänge erleben, wo man denkt es ist die Südsee oder dann stehst Du früh morgens am Strand, mit deiner Kamera "bewaffnet" und alles zeigt sich wie in der Wüste.

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Leise rollen die Wellen über den "Südsee Strand" auf Langeoog

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Wüstenträumerein und ein kräftige Brise 

Grün und gelb dominierten an diesem Morgen 

Das Licht auf Langeoog ist so einzigartig und vielfältig, man kann so viele Momente in den Kameras festhalten. Am Abend, wenn sich das Abendrot über die Insel ausbreitet, bin ich teilweise alleine am Strand, spaziere durch die Dünen, ich beobachte den Himmel und da kam mir tatsächlich auch schön eine kleine Träne. In diesem Moment bemerke ich, wie glücklich einen so was (wenig) machen kann. Solche ähnlichen Momente hatte ich bisher immer nur in Afrika.

Besonders ergreifend und neu ist für mich die Weite an der Nordsee, ich habe ja bereits viel viel Weite in Afrika erlebt, aber das man auf so einem kleinen „Land“ diese Freiheit so spüren kann, hätte ich nicht vermutet. Man kann sich bei einem Strandlauf absolut verlieren, relaxen, abschalten und Kraft tanken. Stundenlang am Strand laufen, Strandgut sammeln, in die Ferne schauen, dem Wind zu hören oder einfach nur da sitzen und an nichts denken. Mir geht dabei einfach das Herz auf, frühmorgens so den Tag zu beginnen.

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Bis zum Horizont … oder noch ein bisschen weiter 

Die MeerMenschen 

Ja es klingt einfach etwas verrückt, aber nach den vier Wochen wo ich hier auf Langeoog bin, konnte ich viele Menschen am Meer beobachten und fotografieren. Sehen welche Faszination sich in Ihren Gesichtern spiegelt, wie Sie einfach nur dasitzen oder auf der Sandbank stehen und die Zeit vorbeiziehen lassen.

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Wenn sich die Menschen für einen Sonnenuntergang abends in der Düne treffen

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Spontanes Shooting 

Im letzten Sonnenlicht 
(auch wenn die Sonne ausfleckt möchte ich Euch diesen Moment gerne zeigen)

Der Wind und das Wasser leert nach und nach unseren Kopf und auch meinen. Lasst dabei auch die Probleme des Alltags auf Bonsaigröße zusammen schrumpfen. Und geben mir das Gefühl, dass alles gut wird. Weil es gut ist und wieder schön wird.

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