Ich hatte Euch ja bereits von unseren Sevilla Besuch in 24 Stunden berichtet und Euch diese Schönheit gezeigt. Am nächsten Tag ging es Richtung El Rocio, der kleine Ort liegt direkt am Nationalpark Coto de Doñana in der Provinz Huelva.
El Rocío ist weit über die Grenzen Spaniens hinaus als Wallfahrtsort bekannt, wo alljährlich zu Pfingsten Millionen Pilger den kleinen Ort besuchen, der als Einwohner nur zirka 800 Menschen zählt.
Man erlebt ein hinreißendes Fest mit mehr als 20.000 Pferden, geschmückten Kutschen, Frauen in Flamencokleidern und Reitern in Trachten (hier dazu ein Video).
Die großen Sandplätze von El Rocio vermitteln den Eindruck als wenn man mitten im "Wilden Westen" ist und jeden Moment ein Cowboy um die Ecke kommt. Verkehrsmittel bestehen aus Pferden, Kutschen und Geländewagen. Da viele Gebäude nur zur Wallfahrt an Pfingsten bewohnt sind hat auch sehr viel Ruhe und kann einfach nur durchs Städtchen schlendern. 



Mittelpunkt von El Rocio die Kirche "Ermita"


Strahlend über die Sandplätze

Genau hier in El Rocio leben die Wildpferde das gesamte Jahr über in Freiheit. Bis zu dem grossen Wallfahrtsfest ... in Rocio treffen sich dann zirka 300 Reiter um in diesem Naturschutzgebiet die Stuten und ihre Fohlen zusammen zu treiben, am Morgen oder Mittag am 26. Juni werden diese schönen Pferde dann durch den Ort getrieben. Vor der Wallfahrtskirche „Blanca Paloma“ versammeln sich viele Zuschauer um das Schauspiel zu sehen, die zirka 1000 Pferde laufen durch den Ort und werden weiter getrieben nach Almonte, wo sie am Abend bereits erwartet werden. Dort werden sie von den Züchtern sortiert und in Pferdeboxen gebracht. Die Fohlen erhalten dann ein Brandzeichen und ein Teil der Pferde wird auf den Gestüten eingeritten werden. Die meisten Pferde werden aber das Glück haben ein weiteres Jahr in Freiheit in der Doñana zu leben.

Die Wildpferde der Doñana

El Rocío mit seinen Wildpferden

Nun wollte ich aber die letzten verbleibenden Stunden nochmals an der Atlantik Küste verbringen, die goldenen breiten Strände fühlen, riechen geniessen. Unterwegs begegneten wir dabei noch Meister Adebar. Störche suchen sich hier Ihre Nistplätze und bauen an ihren Nestern, ich habe in meinem Leben noch nie so viele Störche in einem Gebiet gesehen. Diese Region ist ein Storchen Paradies! 
Es ist ein Geklapper und ich denke mir eigentlich nur "ach jetzt im Gleitschirmflieger vorbeifliegen und ganz in Angesicht zu Angesicht dieses Schauspiel fotografieren".
Glücklich vereint Herr und Frau Adebar

Unbewohnt 25 km für Strandliebhaber ist hier der Atlantische Ozean. Am besten erreicht Ihr dieses Paradies in Mazagon und Matalascafias und im Dezember habt Ihr den Strand nur für Euch ganz alleine.

Barfuss im Dezember ... man das hat schon was

Der Mann und das Meer ...

Nach den drei Stunden Strand mussten wir leider dann wieder uns Richtung Sevilla sputen, da um 18.30 Uhr unser Flieger wartet ... aber eins kann ich sagen "JA - der 48 Stunden Besuch in Andalusien hat sich rund herum gelohnt" und wird spätestens im Mai nochmals wiederholt, dann aber mit meinen Skatern, den man kann hier auch wiederbar Rad fahren und skaten kann.