Wenn Einer und Eine eine Reise macht und dann noch Afrika ins schöne Kenia Land reist gehören schon einige Vorbereitungen dazu. Aber da dies nicht meine erste Afrika Reise nach Kenia war, lief alles ziemlich in Ruhe ab. Die Fotoausrüstung von zirka 40 kg wurde auf einen Koffer und den Handgepäcktrolly verteilt. An Bekleidung kommt nur das nötigste mit, den über Modethemen brauchen wir nicht nach zudenken. Abflug ab Hannover bis Amsterdam und dann weiter bis Nairobi. Gegen 17.30 Uhr sperren wir die Ohren auf wegen der Durchsage "Leider müssen wir Ihnen mitteilen das Ihr Flug Richtung Amsterdam storniert wird" .... he hallo damit ist unser Abflug ab Amsterdam gestorben.

Die Fluggäste stürmen den Schalter von KLM und versuchen auf andere Flüge einzucheken, aber dies ist natürlich nicht möglich. In solchen Situationen hilft es auch nicht nervös zu werden, sondern einfach nur klaren Kopf behalten. Wir entscheiden uns nach einen Telefon Anruf in Nairobi bei unseren Freund Denis, unseren Flug auf morgen umzubuchen. Danke an KLM das dies problemlos dann möglich war. Also wieder zum Auto und von Hannover für eine Nacht nochmals nach Hause ... fragt nicht wie unsere Freunde und Kollegen geschaut haben, als wir den nächsten Morgen nochmals im Büro waren. Aber eben dies ist auch was Reisen ausmacht, Dinge einfach nicht planen zu können.

Am nächsten Tag starten wir unsere Reise nach Kenia nochmals, in Ruhe und Gemütlichkeit. Abflug Hannover gegen 17.30 Uhr, Weiterflug Amsterdam nach Nairobi und dann endlich gegen 06.00 Uhr landen wir in Nairobi. Ich denke nur endlich ... ich rieche Afrika, ich sehe Afrika wieder und bleiben auf den Gate stehen und geniesse diesen Augenblick. Nach einer intensiven Kontrolle unseres Gepäcks ... in 40 kg Fotoausrüstung könnte sich ja eine kleine "Bombe" versteckt haben, können wir endlich den Flughafen verlassen.

Benedikt von DM Tours wartet bereits auf uns vor den Flughafen und es ist eine sehr herzliche Begrüssung. Geplant hatten wir dieses Mal nur einen Aufenthalt in der Masai Mara, da meinem Besten noch einige Knallerfotos für sein Buchprojekt fehlte. Da die Masai Mara der beste Ort für die Big Five ist und vor allen die grösste Löwenpopulation in Kenia bietet, hatten wir diesmal nur eine Anfahrt.

Als erstes genehmigten wir uns aber einen der besten schmeckenden Kenia Kaffee`s und dies im berühmeten Norfolk Hotel, was sich ca. 30 Autominuten vom Flughafen "JOMO KENYATTA" entfernt befindet.




Das Norfolk Hotel ist ein romantisches und gleichzeitig historisches Hotel, eröffnet wurde es 1904. Es wurde einst als Lodge außerhalb Nairobis gebaut. In den Jahren entwickelte sich Nairobi sozusagen um das Norfolk Hotel herum. Gäste wie Theodore Roosevelt, Ernest Hemingway, Baronin von Blixen oder Winston Churchill besuchten dieses Hotel bereits. Also alles ziemlich beeindruckend ... und der Kaffee schmeckt mehr wie lecker und wach sind wir nun auch wieder.

Nun wartet eine Fahrt im Jeep von zirka 5 Stunden auf uns immer Richtung Masai Mara quer durch Kenia, auch wenn diese Fahrt an jeden Po zu spüren ist kann ich jeden nur raten, lasst das fliegen in die Masai Mara und macht Euch so auf den Weg.

So empfängt uns der erste Blick auf die Masai Mara, Gnus und Zebras soweit das Auge blicken kann, dies nennt man auch die Migration im Serengeti Mara Ökosystem. Hier erfahrt Ihr mehr dazu.

Nach zirka einer 1/2 Stunde mit dem Auto und wir kommen in unserem Camp an, dem Ilkeliani Camp was sich im Masai Mara Game Reserve befindet und soberhalb des Talek Fluss errichtet wurde.
So kann man wunderbar die Tiere am Fluss beobachten wenn sie zum trinken kommen.  Das Camp besteht aus 17 Zelten dabei hat jedes Zelt eine eigenes "kleines Bad". Den wenn man den ganzen Tag im Busch unterwegs ist, lernt man wieder wie viel wert eine warme Dusche am Abend sein kann.

Unser Zuhause für die nächsten 10 Tage, mit Blick auf den Talek Fluss. 

Ein Ort wo man sich einfach nur wohlfühlen kann, der Empfangsbereich des Ilkeliani Camps. Hier kann man in Ruhe seine Fotos bearbeiten und den Ruf von Afrika zu hören, wenn Abends das Lager-feuer im Camp knistert.

Nach diesem langen Tag ziehen wir uns gegen 22.00 Uhr in unser Zelt zurück und hören den Lauten und Rufen der Löwen, Hyänen und den Flusspferden zu ... es ist ein Gefühl was mir so lange gefehlt hat. Da das Camp so wie 80% aller Camps in der Masai Mara nicht eingezäumt ist, knistert die ganze Nacht ein Lagerfeuer und Masai passen auf dass keine Löwen, Leoparden oder die Elefanten das Camp stürmen. In den ganzen Jahren wo ich in Afrika unterwegs bin, kann ich Euch aber sagen, dass ich bisher immer in Ruhe schlafen konnte und mich kein "wildes Tier" verspeisen wollte.

Karibu Kenya - Herzlich willkommen in Kenia ... und morgen früh geht es auf Safari.