Salaam! So werde ich empfangen als ich in Baku zu meiner Fotostory #MeinAserbaidschan zusammen mit dem Tourismusbüro von Aserbaidschan nach zirka knapp 4 Stunden Flugzeit von Berlin lande. Es weht mir ein warme Sommerluft von zirka 32 Grad entgegen. Was ich weiß über dieses Land ist noch nicht viel, aber mit der Neugierde und mit meinem Kameras freue ich mich auf die Tage, hier im Land der früheren Feueranbeter.

Viele Herrscher hat Baku bereits gesehen, z.B. die Römer, Parther, Osmanen, Perser und die Russen. Sogar Dschinghis Khan mit seinen goldenen Horden war vor Ort und die meisten haben ihre baulichen Spuren hinterlassen. Heute boomt die Stadt am kaspischen Meer – mit verspiegelten Hochhäusern, Luxushotels, Luxuslimousinen, es wird an allen Enden und Ecken gebaut. Baku, das heißt, Stadt des Windes. Und den Namen trägt sie nicht zu unrecht, wie jeder Besucher schnell merkt, es weht hier immer ein laues Lüftchen.


Der erste Blick über Baku 

Beim Stadtbummel begleiten Dich ständig moderne Glasbauten in der Skyline der Stadt

Nach einem Masterplan des Architekten Sir Norman Foster soll die Region zu einem Wirtschafts-Drehkreuz werden. Das Projekt nennt sich „Baku White City“. Mit gut zwei Millionen Einwohnern ist Aserbaidschans Hauptstadt heute die größte Stadt der Kaukasusregion. Als Wahrzeichen von Baku züngeln die drei Türme der "Flame Towers" in den Himmel von Baku und prägen die Silhouette der Stadt. 

Am meinem ersten Morgen fotografiert in der berühmten goldenen Stunde. Bei einem Spaziergang entlang am Boulevard, der von derzeitigen 8km bis auf 18km erweitert werden soll. Der Boulevard erwacht vor allem in den Abendstunde zum Leben. Auf der beliebten Flaniermeile befinden sich Cafés, Einkaufzentren und kleine Vergnügungsparks und die Bauer lieben ihren Boulevard.

Baku ist bei Nacht ein Spektakel aus Millionen von Lichtern: Wenn in Baku die Sonne untergeht, verwandelt sich die Innenstadt in ein funkelndes Lichtermeer. Die Aserbaidschaner lieben bunte Lämpchen und viel Bling-Bling. In der Stadt, in der wegen der reichen Erdöl- und Gasvorkommen Energiesparen keine Rolle spielt, ist beinahe jede der Sandsteinfassaden effektvoll beleuchtet.


Allabendlich erstrahlt das Gebäude-Trio in einem farbenreichen Spektakel, worüber sich 
jeder Fotograf nur freut. Fast 200 Meter hoch erheben sich die drei Flammen aus Stahl und Glas über den Terrassen des Stadtteils Sabail. Nebenan liegt das Parlament. Nachts werden die 70.000 Quadratmeter Glasfassaden der 36 Stockwerke von lodernden Flammen und den Nationalfarben
des Landes illuminiert.


Wenn man früh morgens gegen 08.00 Uhr bereits am Dağüstü Park steht, kann man die Flame Towers auch aus ganz anderer Sicht sehen, den in den riesigen Glasfassaden spiegelt sich die Altstadt, die direkt unterhalb liegt.

Von hier oben sieht man deutlich, wie sehr die Stadt architektonisch in verschiedene Teile auseinanderfällt - und mit welcher Geschwindigkeit sie den früheren "Sowjetmuff" abschütteln möchte und sich dabei neu erfindet: vor mir die Altstadt mit seinen engen unmodernen Gassen, kleinen Geschäften und den Karawansereien, Moscheen und persischen Palästen. Unterhalb die mandelfarbenen Prachtboulevards aus der Zeit des ersten Ölrauschs, drum herum die neu verkleideten Bauten der Sowjetzeit.



Gleichzeitig macht Baku immer wieder mit gigantischen Bauprojekten von sich reden, einer dieser architektonischen Highlights ist das "Heydar Aliyev Cultur Center" (was Dir sofort von der Fahrt vom Flughafen ins Zentrum von Baku in die Augen fallen wird). Ein postmoderner Wellenbau, der von der in London lebenden Stararchitektin Zaha Hadid konzipiert wurde und wirklich beeindruckt. 

Erbaut wurde dieses architektonische Kunstwerk im Jahr 2012. Wenn Ihr Euch dann etwas ausruhen möchtet, wartet auf Euch eine wunderschöne Parkanlage direkt vor dem Heydar Aliyev Center. (Details folgen). 

Wer dann dem Pflastertreten, gigantischem Verkehr, Hupkonzerten und der Moderne überdrüssig ist findet zum Glück auch die andere Seite von Baku. Denn dazu gehört auch der Basar mit seinen sympathisch herzlichen Menschen! Und die verwunschenen, mit Efeu überzogenen Holzbalkonhäuschen, die Teestuben und Hamams, kurz: der Zauber eines quasi halbeuropäischen Orients.

Vom Jungfrauenturm hat man einen wunderbaren Blick über die Altstadt und es ist der beste Platz zum fotografieren, wenn da nur nicht die Glasschutzfenster wären. 


Die Altstadt Icheri Shere, die von einer Stadtmauer aus dem 12. Jh. umschlossen wird und einer Festung gleicht (UNESCO-Weltkulturerbe). 

Relikte aus längst vergessener Zeit, man fühlt sich als Besucher in eine Welt wie aus Tausendundeiner Nacht. Karawansereien, Moscheen, Restaurants und Galerien reihen sich in den engen Gassen aneinander. 


Richtig anzukommen bedeutet Teezeit, in einen der vielen traditionellen Teestuben und dabei das Dampfen des Samowars und den Geschmack des frischen Tee`s geniessen, der traditionell immer mit süssen Früchten serviert wird. 

Mein Flanieren bringt mich vorbei an kleinen Moscheen mit spitzen Minaretten, die von Weitem wie überdimensionierte Bleistifte aus dem Häusergewirr wachsen. Die älteste Moschee stammt aus dem 11. andere aus dem 15. Jahrhundert wie auch der imposante Schirwanschah-Palast, der mit seinen 50 Zimmern und Sälen auf einer Anhöhe gelegen die alte Stadt überragt.



Mein Rundgang führt mich weiter zum Jungfrauenturm, um den man sich schaurige Legenden erzählt.
"An der östlichen Mauer der alten Stadt erhob sich der Mädchen-Turm. Mehmed Jussuf Khan, Herrscher von Baku, erbaute ihn zu Ehren seiner Tochter, die er ehelichen wollte. Die Ehe wurde nicht vollzogen. Die Tochter stürzte sich vom Turm, als der liebesgierige Vater die Treppe zu ihrem Gemach empor eilte." Der Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist beinahe 30 Meter hoch, er war wahrscheinlich früher ein Teil der Befestigungsanlage. 

Von hier aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf die alte Stadt und die neue Stadt: der orientalische Kern, die Öl-Villen, den Verwaltungsgebäude aus russischer Zeit und immer wieder sozialistische Mietskasernen. Überall entstehen neue Wohnviertel, die sich ringsum an den umliegenden Hügeln hinaufziehen.


Verdanken tut man dies alles dem schwarzen Gold, viele Öl-Oligarchen wie die Familien Nobel, Rockefeller und Rothschilds haben hier ihre Paläste eingerichtet. Während der kommunistischen Ära wurde Vieles zerstört und die Entwicklung von Aserbaidschans war rückläufig. Diesem jetzigen Boom verdanken die Aserbaidschaner Ihrem verstorbenen Staatspräsidenten Heydar Aliyev, der nicht gekleckert, sondern geklotzt hat und den zweiten Ölboom einleitete. 

Wer das architektonische Erbe des Kommunismus noch sehen will, muss genau hinschauen: Nur hier und da entdeckt man noch ein Gebäude, das von der jüngeren Geschichte zeugt. Viele der früheren Plattenbauten erleben in den letzten 2 Jahren ein regelrechtes Facelifting. Die vormals oft öden Fassaden wurden aufwändig aufgemöbelt und reichhaltig verziert. 

Dennoch haftet der Stadt etwas Seltsames an, was ich vorher auf meinem Reisen noch sie wahrgenommen habe. Diese rasanten Entwicklung, die Überdimensionale, welche die Erlöse aus dem Erdöl-Geschäft dem kleinen Kaukasusstaat ermöglichen. Man stelle sich vor, dass bis in fünf Jahren vor den Toren Bakus das höchste Gebäude der Welt stehen wird. Ganze 1050 Meter soll der Azerbaijan Tower in den Himmel ragen.

Sonnenaufgang in Baku … die Hochhäuser wachsen förmlich in den Hafen 

Baku beeindruckt trotz allen, es ist dieser Widerspruch der Stadt und festzustellen das nicht alles nur Politik ist. Baku ist auch Kultur, alte Paläste, selbstgeknüpfte Teppiche, Einladungen zum Tee von sehr freundlichen Menschen, Moscheen, modernste Hotels der Welt, Sonnenaufgänge und viel Sauberkeit (wo nächtlich tausende von Menschen unterwegs sein müssen). Baku muss man erkunden, kennenlernen und sich anschauen und daraus als Besucher sein eigenes Bild formen.

Ich werde Euch die nächsten viel von Aserbaidschan in meinen Fotos zeigen können, wir gehen spazieren in Baku, zeige Euch die wunderschönen Parkanlagen, lassen mich treiben durch das Flair der Altstadt, besuche die Märkte, fahren hunderte Kilometer quer durch dieses noch für uns unbekannte Land, wandere auf den Fünffinger Berg, lasse mich von der Einmaligkeit des Kaukasus verzaubern und seiner dort lebenden Menschen, tauche ein in ein Skigebiet was man im Sommer als Offroad Freund erkunden kann, zeige Euch Sonnenaufgänge mit wunderschönen Moscheen und ich darf Euch als erste Fotografin in einen Hamam in Baku mitnehmen (den ich zum Männertag fotografieren durfte und mir wurde gesagt das dies vorher noch keiner getan hat, als Frau).

Es sind diese Momente des Landes Aserbaidschan, wo ich ein bisschen mit meinen Fotos die Seele des Landes zeigen kann und möchte. Ich freue mich darauf, wenn Ihr dabei seit!

Ein dickes Danke für die Zusammenarbeit an das Tourismusbüro Aserbaidschan für die ich gemeinsam in meiner Tätigkeit als demipress (Fotografin) diese einmaligen Fotomomente fotografieren und umsetzen konnte.

Danke an Nikon Deutschland - NPS Service die mir die Möglichkeiten gaben, dass #‎Nikkor‬ AF-S 10–24 mm 1:3,5–4,5G ED ausgiebig mit der Nikon D7200 zu testen.

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