Von meinem Margeriten Hotel geht es heute nach Lille. Lille wo es Bier statt Wein, deftiges Essen statt Nouvelle Cuisine gibt. Lille, der Hauptstadt der Region "Nord-Pas de Calais".

Die einst industrielle geprägte Metropole unweit der Belgischen Grenze bietet eine prächtige historische Kulisse zum Flanieren, Shoppen und natürlich zum schlemmen. Herrliche Fassaden aus dem 17. Jahrhundert aus der flämischen Renaissance, Straßencafés die den ganzen Tag und Nacht geöffnet haben.

Ein Stadtrundgang mit viel Gefühl, Kultur und Momente die einen einladen hier zu bleiben.







Man trifft hier auf flämische Kunst und natürlich auch auf das industriellen Erbe, aber es ist ein Charme der begeistert.

Es sind die traditionellen Kneipen des Nordens Frankreichs, in denen man kulinarische Spezialitäten in einer für diese Gegend so typischen warmherzigen Atmosphäre serviert bekommt, dass man sich einfach nur wohlfühlen muss.
Bis heute habe ich dies auch immer gedacht, Franzosen trinken nur Wein. Aber in Lille wurde ich eines besseren belehrt. Nein - nichts geht über ein kühles Bier hier bei den Flamen. "La bière - Bier" gibt es in Lille in zig verschiedenen Sorten, hell oder dunkel - und gerne auch mal als Starkbier (8iges), was man dan gerne als Aperitif zu sich nimmt.

In der flandrischen Küche ist Bier als Speisezutat nicht wegzudenken, Spezialitäten wie die feine Bierpastete mit Gänseleber, oder auch feines Rindfleisch eingelegt in Biersud. Also alle die Bier lieben und dazu noch gerne Fleisch Spezialitäten bevorzugen sind in Lille genau richtig. Muscheln mit Pommes, oder die berühmten Flammkuchen alles Spezialität die man in Lille findet.

Erkunden kann man Lille am schönsten natürlich mit dem Rad, rauf auf die Hollanräder und ab gehts in die wunderbare Stadtgeschichte. Ausleihen könnt Ihr Euch die Hollandräder am besten bei "Lille à vélo" und schon kann es losgehen mit der Fahrradrundreise durch Lille. Autofahrer sind hier in Lille so nett und rücksichtsvoll (ohne hupen) das man beim fotografieren auf der Straßen noch freundlich angelächelt wird, wenn ein radelnder Fotografenstopp eingelegt werden muss.



Nach all der körperlichen Ertüchtigung bedarf es auch einer kulinarischen Pause. Das Café Meert auf dem gepflasterten Rue Esquermoise (Nr. 27) ist die eleganteste Konditorei-Confiserie, die ich je gesehen habe. Unverändert seit 1839 - diese Innenausstattung mit barocken Schnörkel und bemalten hölzernen Tableaus. Sagenhafte Kreation aus köstlichen Waffeln mit ihrem unvergleichlichen Vanillearoma ... einfach nur lecker. Auch wenn nicht ganz billig ist, aber ein absoluter Genuss!


Erholung wird in Lille ganz gross geschrieben. Der Park rund um die Citadelle bietet jede Menge Grünflächen und Spielplätze, die von den Einheimischen sehr gerne genutzt werden.




Nach all den wunderschönen Aktivitäten in Lille muss aber noch Zeit bleiben die einmalige französische Küche kennenzulernen. Kennenlernen heisst aber nicht sie nur zu geniessen, nein wir können die französische Küche selbst kochen und das unter fachmännischer Anleitung ... im L'atelier des Chefs. Im zwei-stündigen Kochkurs wurde ein leckeres drei-Gänge Menü gekocht, alles wurde selbst zubereitet: Salat, Lachs mit Süßkartoffelpüree und Desserttörtchen mit Erdbeermuss. Mit sehr viel Spaß und vielen Tipps für zuhause macht das gemeinsame Kochen sehr viel Spass. Nach der Zubereitung speist man dann gemeinsam. Da alles auf französisch abläuft, ist es von Vorteil wenn man ein paar Worte französisch spricht.





Eines ist sicher Lille hat mein Herz eröbert, denn mit nur zirka knapp 3 Stunden Fahrzeit ab Köln im schönen Thalys und rund 50 Minuten Fahrt mit dem TGV von Bahnhof Brüssel steht einem verlängertem Wochenende oder sogar einen Urlaub nicht entgegen. Lille ich komme wieder!

Wer in Lille unterwegs ist sollte unbedingt einen Abstecher an die rund 80km entfernte Küste machen. Mein nächstes Ziel Dunkerque, dazu dann mehr im nächsten Artikel.

Mehr Fotos meiner Nordfrankreich Rundreise findet ihr in meinem Instagram Stream: @demipress und meine gesamte Nordfrankreich Reise gibt es hier zu sehen und lesen.

Vielen Dank an die Region Nord-Pas de Calais und Schetter Tourismus PR, die diese Reise unterstützt haben. Ein ganz lieber Dank an Agathe Bourdrez vom Comité Regional de Tourisme Nord-Pas de Calais. Meine Meinung bleibt davon unberührt.