Der Canal du Midi ist einer der schönsten Wasserwege Frankreichs und für Viele ein Sehnsuchtsziel.
Jahr für Jahr kommen Millionen von Menschen aus aller Welt, um auf dem Kanal ihre Ferien zu verbringen. Zirka 80% der Besucher kommen hauptsächlich aus dem Ausland. Um ein Hausboot zu mieten, braucht es nämlich keinen Bootsführerschein, man ist Kapitän ohne Führerscheinpflicht.




Ob als Tagesausflug oder als mehrtägige Fahrt mit dem Hausboot was man sich ausleihen kann, kann man dann auf Entdeckungstour gehen, um etwa Castelnaudary, Carcassonne, Narbonne, Béziers, Agde und vieles mehr entdecken. Wer auf oder am Canal du Midi unterwegs ist, findet wie von selbst zu seinem ganz eigenen Rhythmus. Die Landschaften und Städtchen ziehen gemächlich vorüber, man genießt die Köstlichkeiten Frankreichs und die südfranzösische Lebenskunst dringt in alle Poren ein und das Leben ist einfach wunderbar. Es sind die Lichtspiele der Sonne in den Platanen, die vielen Blumen, die in bunten Farben schillern, die Grillen und Zikaden, die so fröhlich zirpen.
Die Platanen die Jahrhunderte lang den Kanal stützten und die Ufer befestigten, sind aber leider seit Jahren an Platanenkrebs erkrankt. Leider hört man die Motorsägen die nach und nach alle Platanen abholzen müssen, im nächsten Jahr werden die meisten Platanen an den Ufern verschwunden sein. Ein Großteil der Bäume wird um die 100 Jahre alt sein und ich hoffe das nicht alle 42.000 Bäume gefällt werden müssen. Die Idylle in der platanengesämten Wasserstraße wird so leider für lange Zeit erst einmal beendet sein!



Erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde mit dem Bau des Canal du Midi begonnen. Dabei ist es auch eine Idee eines Besessenen, von Pierre Paul Riquet. Er war königlicher Steuerbeamter und Hobbyingenieur. Der Canal Du Midi ist ein phänomenales Netzwerk von 360 km langen Wasserstrassen, die das Mittelmeer mit den Atlantik durch 328 Schleussen, Aquaducte, Brücken, Tunnel usw. verbindet. Es ist eines der bemerkenswertesten Leistungen des Bauingenieurwesen aus der modernen Zeit, erbaut zwischen 1667 und 1694. Die Genialität seines Schöpfers, Pierre-Paul Riquet, und die Art und Weise wie sich der Kanal mit seiner Umgebung vermischt ist ein hochstehendes technisches Kunstwerk. Mehr Informationen bitte hier entlang

Seit 1995 ist der Canal du Midi als Weltkulturerbe von der UNESCO anerkannt. Da er nur gut 100 Jahre für die Handelsschifffahrt benutzt wurde - danach war er für die größeren Schiffe zu flach und der Transport per Bahn einfach günstiger, - blieb dieses Meisterwerk in seiner ursprünglichen Form erhalten. Zum Glück für uns Entdecker und Geniesser!

Meine Canal du Midi Entdeckungsreise beginnt in einem der schönsten verträumtesten Orte am Kanal,
in Le Somail. Ein kleiner Ort mit dem typischen südfranzösischen Flair, zirka 450 Einwohner. Einigen Restaurants und Weinhandlungen und einem Antiquariat was jeden Bücherliebhaber entzücken würde. Le Somail befindet sich zirka 15 km von Narbonne und 48 km von Carcassonne entfernt.



Es ist an diesem Tag alles perfekt für diese Bootstour, blauer Himmel, zirka 25 Grad, das französische Flair und das Wasser und der Genuss das in diesen Momenten das Leben einfach wunderbar ist. Die "La barque du Somail", dass Boot ist aus Mahagonie Holz auf einen Eichen Rahmen gebaut und kann von zirka 12 Personen benutzt werden und für eine romantischer Bootsfahrt auf dem Canal Du Midi angemietet werden. 2 Stunden kosten zirka 150,00 Euro für das gesamte Boot und als Einzelperson zahlt man 20,00 Euro für dieses Erlebnis.



Eigentümer dieses wunderbaren Schiff ist Ruud ein holländischer Seebär den es wegen der Liebe nach Le Somail verschlagen hat und nun gemeinsam in Ort ein Haus als Chambres d'hôtes = "Jugendherberge" an seine Gäste vermietet. Die Bezeichnung "Chambres d'hôtes" bedeutet max. 5 Zimmer und Frühstück, was einfach sehr viel einfach zu eröffnen ist.

Aber zu Ruud dem liebenswerten Holländer am Canal du Midi erzähle ich Euch mehr in einem extra Artikel … um eine Liebe, um 8 Kindern und 8 Enkelkindern.

Ruud ist ein liebenswerter und begeisternden Bootsführer und erzählt sehr viel von der dem Kanal, der Natur und die "Kanalgeschichten" während man mit zirka 8 km / h so dahin plätschert und die Zeit vergisst.

Boot unter … oder der Lauf der Zeit

Ein ständig bewohntes Hausboot was als zweiter Wohnsitz dient, hier wohnt der Mann und 
in dem Boot links davon wohnt die Frau. 

Da ja jeder ein Boot führen darf auch ohne Bootsführerschein kann man natürlich auch Boote fest anlegen, also mehr wie 4 Wochen und einfach nur die Zeit geniessen. Ein Festplatz für ein Jahr kostet ab 400,00 Euro (Größe des Bootes) und wenn man dann noch weiß das auch in den Monaten Dezember - Februar die Temperaturen nie unter 15 Grad sinken, ist es eigentlich nur genial. Ruud erzählt das er in der Zeit wo er in Südfrankreich lebt, noch nie Frost oder Schnee erlebt hat und 80 % des Jahres immer Sonnenschein geniessen konnte. 


Ein Paradies für Radfahrer … immer am Canal du Midi entlang

Radeln wie Gott in Frankreich oder Genuss pur am Canal du Midi. Es gibt wohl keine bessere Möglichkeit, Frankreich zu erleben. Es gibt unzählige Reiseunternehmen die sich auf solche Radreisen spezialisiert haben, einen Anbieter solltet Ihr bei Interesse im Auge behalten www.france-bike.com Nicht Masse, sondern Klasse, ist das Motto des Unternehmens, das von Frankreich Profi Professor Josef Smets gegründet wurde.

Noch ein paar Tipps: 

1.)
Das ausleihen von Mini-Fahrräder ist vor Ort möglich (zirka 30 - 40 € pro Rad / Woche). Das ist unbedingt zu empfehlen, denn nicht immer liegen die Einkaufsmöglichkeiten direkt am Hafen und man hat die Möglichkeit auch mal die nähere Umgebung zu erkunden. 
2.)
Der Sprit eines ausgeliehen Bootes wird nach Betriebsstunden abgerechnet (ca. 150 - 200 € für eine Woche). Der volle Tank reicht für zirka eine Woche, nachtanken ist also nicht nötig.
3.)
Insgesamt ist solch eine Bootstour nicht ganz billig. Für ein Boot (Ausstattung, Baujahr) muss man zirka 2.500 - 3500 € für die Woche bezahlen. Allerdings sind das die Hochsaisonpreise. Zu anderen Zeiten wird es schon deutlich günstiger. Schaut dazu auch bei Reiseanbietern die Bootsferien anbieten oder natürlich am besten vor Ort buchen. Erkundigt Euch dazu bei den Tourismusbüros.
4.)
Es empfiehlt sich ein platzmäßig nicht zu knapp bemessenes Boot zu buchen. Trotz drei Kabinen für 4 Personen ist es immer noch recht eng und man muss sich daran gewöhnen, auf solch engen Raum eine Woche oder länger auszukommen. 
5.)
Das wichtigste dabei die "funktionierende" Gemeinschaft (Familien, Cliquen oder Freunde), wo jeder mit anpackt und Abstriche auch mal bei Ordnung und Sauberkeit akzeptieren kann. Eine Reise mit einem Boot kann tödlich sein, wenn man sich nicht 100% versteht und sich dann nicht aus dem Weg gehen kann. Aber spätestens an den Schleusen ist Gemeinschaft gefragt und sorgt für richtig Action.


Es ist Müßiggang auf allen Kanälen, eine gewisse Planlosigkeit ist der eigentliche Reiz. Zuzusehen, was am Ufer passiert, spontan aussteigen oder radeln. Auf Deck in der Sonne liegen oder den Grill anwerfen. Halten darf man nämlich immer und überall – und dank fehlendem Wellengang kann man so gut wie überall festmachen und geniessen.

Diese Fotostory #KatharerInPics entstand in Zusammmenarbeit von Tourisme de Narbonne, Touristique de l'Aude, La Région Languedoc-Roussillon, Office de Tourisme du Canal Du Midi
und Atout France. Danke für die Momente im Katharerland im schönen Süden von Frankreich.

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